Umbenennung der Sportanlage "An der Pumpstation" im "Wilhelm Winterstein Sportanlage"

von Super User
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„Ich kann mir keinen besseren Ort vorstellen, einem solch engagierten Bürger unserer Stadt ein starkes und bleibendes Zeichen zu setzen“, freute sich Oberbürgermeister Claus Kaminsky sichtlich, dass mit der Umbenennung der Sportanlage an der Pumpstation einerseits das langjährige Engagement von Wilhelm Winterstein, aber auch seine tiefe Verbundenheit zum VfR 1925 Kesselstadt eine passende Würdigung erhalten haben. „Magistrat und Ortsbeirat haben den Vorschlag des Vereins gerne aufgegriffen, mit dem neuen Namen Wilhelm-Winterstein-Sportanlage auch zukünftig an den beachtlichen Einsatz eines außergewöhnlichen Mannes zu erinnern, denn durch sein Engagement hat Wilhelm Winterstein Hanau liebens- und lebenswerter gemacht.“

Ende August letzten Jahres habe die traurige Nachricht vom Tod von Wilhelm Winterstein große Betroffenheit ausgelöst, denn der Verstorbene war als äußerst beliebte, tatkräftige und sehr engagierte Persönlichkeit bekannt. Sein Leben haben immer im Dienst seines Unternehmens gestanden. Dabei habe er aber stets auch den Dienst zugunsten des Gemeinwohls im Blick behalten. „Als wahrem Menschenfreund ging ihm Gemeinnutz immer vor Eigennutz“, so der OB. Gemeinsam mit seiner Frau Ursula Berenbrok-Winterstein habe er sehr viel Gutes in der Gesellschaft bewirkt.

Wilhelm – oder auch Bill, wie ihn nahestehende Freunde nannten - Winterstein hatte über Jahrzehnte beeindruckendes ehrenamtliches und mäzenatisches Engagement in den Bereichen Soziales, Sport, Gesundheit und Kultur an den Tag gelegt und sich mannigfach für die Brüder-Grimm-Stadt eingesetzt. Doch dabei sei es nie um die bloße Bereitstellung der finanziellen Mittel gegangen, sondern immer auch um persönliches und menschliches Interesse an den Mitmenschen, erinnerte Kaminsky an den Verstorbenen.

Im Jahr 1995 gründeten die Eheleute die Berenbrok-Winterstein-Stiftung, welche ambulante Projekte der psychosozialen Hilfe für hochbetagte, schwerstkranke und sterbende Menschen sowie für deren Helferinnen und Helfer unterstützt.

Daneben war Wilhelm Winterstein seit 1997 Mitglied der Deutschen Herzstiftung. Im Jahr 1998 stiftete er den Förderpreis der Deutschen Herzstiftung, den ‚Wilhelm P. Winterstein-Preis’. Mit diesem Preis werden speziell Nachwuchswissenschaftler gefördert, die ihre bis dahin unveröffentlichten wissenschaftlichen Ergebnisse anonym zur Evaluation durch den Wissenschaftlichen Beirat vorlegen. Von 2005 an war er auch Mitglied des Kuratoriums der Deutschen Herzstiftung. Gemeinsam setzte sich das Ehepaar bei jeder sich bietenden Gelegenheit für die Aufgaben und Ziele der Herzstiftung ein.

Doch auch in anderen Bereichen waren die Wintersteins aktiv: dazu gehört seit Jahren die finanzielle Unterstützung des Fördervereins der Brüder-Grimm-Festspiele Hanau. Viele Jahre engagierte sich Wilhelm Winterstein auch in der Jugendarbeit der evangelischen Kirchengemeinde Hanau-Kesselstadt. Der Kirchengemeinde hat er einige Projekte ermöglicht, die ohne ihn nicht zustande gekommen wären. Beim Festakt zu Ehren des Deutschen Turnerbundes und der Hanauer Freiheitskämpfer in der wallonisch-niederländischen Kirche haben die Eheleute die neue Ehrentafel gestiftet.

Für sein Engagement wurde das Ehepaar Berenbrok-Winterstein im Jahr 2006 mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland und im Jahr 2012 mit dem Verdienstkreuz erster Klasse der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Mit der Bürgerplakette der Stadt Hanau dankte 2012 auch die Brüder-Grimm-Stadt den Eheleuten für die fortwährende Unterstützung und ihr verdienstvolles Wirken für die Bürgerschaft.

„Wilhelm Winterstein hat ein großes Gefühl der Verantwortung für die Gesellschaft und seine Mitmenschen gespürt und dieses sehr ernst genommen“, würdigte OB Kaminsky das ehrenamtliche Engagement, das dazu geführt habe, dass Winterstein sich überall dort in selbstloser Weise zur Verfügung stellte, wo er gebraucht wurde. Mit wachem Geist habe er sich im positiven Sinne immer eingemischt, mit dem Wissen: er kann etwas erreichen. „Mit einem solchen Bürger kann man Stadt und Staat machen. Wir sind ihm als Brüder-Grimm-Stadt, als Gemeinwesen Hanau aus tiefstem Herzen dankbar.“
Quelle: Die Pressestelle "Stadt Hanau"